Wahlkampf 2017 – Biergartengespräch mit Staatssekretärin Dorothee Bär

Lange: Leistung der Frauen anerkennen!

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange freute sich, die Parlamentarische Staatssekretärin im BMVI Dorothee Bär gemeinsam mit dem CSU-Ortsvorsitzenden Gottfried Hänsel in Wemding begrüßen zu können. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Frauen in Gesellschaftlicher Verantwortung“. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag von „The Swinging Jangos“ aus Nördlingen.

Zunächst gaben Lisa Gottwald, Monika Schneid und Daniele Neubauer jeweils einen Impulsvortrag zum Thema. Die Damen aus Wemding schilderten Ihre Erfahrungen, die Sie als berufstätige Frauen gemacht haben und gaben Anregungen, was sich noch bessern müsse.

Den Hauptteil bestritt dann MdB Dorothee Bär. Sie dankte den Impulsgeberinnen für die Darstellung ihrer sehr unterschiedlichen und beeindruckenden Lebensläufe. Bär stellte die wichtigsten Punkte des Bayernplans in Bezug auf Frauen und Familienpolitik vor. „Die Mütterrente war ein wichtiger Erfolg der CSU in der letzten Periode. Jetzt muss die Mütterrente II folgen!“, so Bär. Auch der Anspruch auf Kinderbetreuung bis zum Ende der Grundschule sei für Bär ein entscheidender Punkt.

Auch MdB Lange ist sich sicher, dass Frauen in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen werden. „Es hat sich viel verändert in den letzten Jahrzehnten. Das beste Beispiel ist Angela Merkel: Sie gilt als die mächtigste Frau der Welt!“, so Lange. Rechtlich seien Frauen heute gleichgestellt. Dennoch seien sie gerade in technischen Berufen und vor allem in der Führungsebene der Unternehmen noch stark unterrepräsentiert. „Das muss sich weiter ändern! Ohne die Frauen werden wir die Fachkräftesicherung nicht schaffen!“, ist Lange überzeugt.

Auf dem Bild von links nach rechts:

Daniela Neubauer, Staatssekretärin Dorothee Bär, Gottfried Hänsel, Monika Schneid, Lisa Gottwald, Abgeordneter Ulrich Lange (Bild: Tommi Walter)

Weitere Bilder:

 

Ferienprogramm Wemding: Besuch des Johannes-Hof

Ferienprogramm 2017

Im Rahmen des Ferienprogramms machten sich vergangene Woche 25 Kinder unter Aufsicht von Ortsvorsitzenden Gottfried Hänsel, Fraktionssprecher Anton Eireiner und Geschäftsführer Thomas Walter auf den Weg nach Schweinspoint zum Johannes-Hof.
Hier erlebte die Gruppe hautnah den landwirtschaftlichen Betrieb, der zur Stiftungseinrichtung Sankt Johannes gehört. Dieser Betrieb wurde 2015 auch durch staatliche Mittel neu konzipiert und auf den heutigen Stand gebracht. Aktuell wird angestrebt, den Status Bio-Hof zu erwerben.

In sehr kurzweiligen und spannenden Erläuterungen zeigte die Landwirtschaftspädagogin Frau Vera Lachenmaier mit ihrem vierköpfigen Betreuungsteam in einem Rundgang die Abläufe auf dem Hof, sowie die Vielfältigkeit des landwirtschaftlichen Betriebs. Besonders beeindruckend ist hierbei, dass sehr viele Menschen mit Behinderung aus dem nahegelegenen Heim hier mitarbeiten oder therapeutische Maßnahmen durchlaufen können.

Mit großer Begeisterung konnten die Kinder die große Vielzahl an Nutztieren aus nächster Nähe betrachten und sogar streicheln. Neben den Schweinen, Rindern, Hühnern, Forellen und Bienen waren insbesondere die Esel, Pferde und Ponys das Highlight des Tages, da jedes Kind unter Anleitung sogar ein Pony striegeln durfte. Auch für das leibliche Wohl wurde mit Produkten aus den hofeigenen Gewächshäusern gesorgt.


Schwer beeindruckt und begeistert machte sich die Gruppe nach erlebnisreichen und interessanten Stunden auf dem Johannes-Hof wieder auf den  Heimweg.

Wemdinger CSU bei guten Nachbarn im Frankenland

Zu einem Ausflug, wie er erlebnisreicher und interessanter nicht hätte sein können, trafen sich die Mitglieder des CSU-Stadtverbands Wemding am späten Vormittag des 22. Juli. Erstes Ziel der Fahrt, die Ortsvorsitzender Hänsel mustergültig organisiert hatte, war das Münster in Heidenheim am Hahnenkamm. Zwar hatte es die Bürgermeisterin nicht geschafft, rechtzeitig zum Besuchstermin vor Ort zu sein, um eine Führung zu halten, dafür fuhr sie der Gruppe nach Spielberg nach und entschuldigte sich,  aber kurzfristig sprang der evang. Dekan NN., noch in Rotkreuzbereitschaftsmontur, ein und stellte äußerst kundig die ehemalige Klosterkirche vor. Leider ist die Kirche eingerüstet und wird derzeit für den erklecklichen Betrag von 9 Mio € renoviert. Das störte jedoch nicht den imposanten Gesamteindruck dieses Gotteshauses, in dem unsere Bistumsheiligen Wunibald und Walburga gewirkt hatten.

Zweite Station der Fahrt war Schloss Spielberg, von der aus man einen überragenden Blick weit ins Frankenland genießen konnte. Drei Berge, der Wachtlerberg, der Gelbe Berg und der Spielberg, geben dem Gebiet den Namen „Hahnenkamm“. Und auf dem Spielberg erhebt sich die imposante Burg Spielberg, die später zu einem Schloss umgebaut wurde. Für viele Wemdinger ist die Burg der Oettinger Fürsten auch deswegen interessant, weil in ihr der verdiente Wemdinger Künstler Steinacker seine Schaffensstätte gefunden hat. Und so war es sehr aufschlussreich, was die Führerin, die Tochter Annette des Künstlers, über ihren Vater zu berichten wusste. Vielen, die mit dem Künstler anfangs wenig anfangen konnten, erschloss sich mit den Worten der Tochter das künstlerische Verständnis des Vaters, seine ungeheure Schaffenskraft, seine vielfältige Ausdrucksform, sein künstlerisches Anliegen. Nach so viel Kunstgenuss verlangte auch der Magen sein Recht. Familie Weißgerber hatte vorgesorgt und so konnte jeder auf dem Parkplatz bei Schloss Spielberg mit Kaffee und wohlschmeckenden Baguettes und Gebäck seinen Hunger stillen, bevor es zum eigentlichen Ziel der Fahrt, nach Feuchtwangen ging.

Feuchtwangen, größte Stadt im Landkreis mit ca. 12 500 Einwohnern, erlebte in den letzten Jahrzehnten eine stürmische Aufwärtsentwicklung. Zwar verlor es den Kreissitz mit allen Ämtern, profitierte aber dank der Nähe zum Autobahnkreuz enorm von der wirtschaftlichen Entwicklung, wie es Bürgermeister Patrick Ruh beim Empfang der Wemdinger Besucher im Sitzungssaal des Rathauses formulierte. Breit erzählte er von Stärken und Schwächen seiner Stadt, verhehlte aber auch nicht, dass er ungemein stolz auf die Attraktion Feuchtwangens sei, die Kreuzgangsspiele, die seit 1949 durchgeführt werden. Unvorstellbare 50 000 Besucher zähle man in jeder Saison und sie brächten Feuchtwangen unter die bedeutendsten Freilichtbühnen Deutschlands neben Bad Hersfeld, Wunsiedel und Schwäbisch Gmünd. Und so war es eigentlich ganz selbstverständlich gleich einer Aufführung des „Luther“ beizuwohnen. Bis auf den letzten Platz war der Kreuzgang neben der Stiftskirche gefüllt und auch ohne Verstärkeranlage verstanden die über 500 Besucher jedes Wort. Auf der Bühne agierten professionelle Schauspieler und vermittelten ein beeindruckendes Bild des Reformators, seine Zerrissenheit, seine Anfeindungen, seine Standhaftigkeit, seinen Kampf mit Kirche und Obrigkeit. Langanhaltender Beifall belohnte die exzellente Leistung der Schauspieltruppe und ließ die Aufführung für alle Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen und nur wenige Tropfen erschreckten die Besucher zu Beginn des Stückes. 3. Bürgermeister Lindörfer führte anschließend die Wemdinger über den Marktplatz, am Fränkischen Museum und am Sängermuseum vorbei zu einem Biergarten, wo sich alle stärkten und den erlebnisreichen Tag ausklingen ließen. Ein ganz großes Dankeschön gebührt dem Vorsitzenden Gottfried Hänsel für die tolle Organisation dieser unvergesslichen Fahrt.

 

Gottfried Hänsel weiter an der Spitze der CSU-Wemding

Zur Ortshauptversammlung des CSU-Stadtverbandes Wemding konnte Vorsitzender  Gottfried Hänsel
neben zahlreichen CSU-Mitgliedern auch Bezirksrat Peter Schiele als Gastreferent begrüßen.

In seinem Rechenschaftsbericht sprach Vorsitzender Gottfried Hänsel  von zwei sehr erfolgreichen Jahren. Mit 154 Mitgliedern zählt die CSU-Wemding zu den größten Ortsverbänden im CSU-Kreisver-
band Donau-Ries.
Beim 70jährigen Gründungsfest sprach Journalist Wilfried Scharnagl über das politische Wirken vom
ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Franz Josef Strauß; wobei es  Ex Bayern-Kurier Chefredakteur Scharnagl  hervorragend gelang  auch den Menschen Franz Josef Strauß den Zuhörern nahe zu bringen. Das zweite Highlight war der Besuch von Bundesminister Dr. Gerd Müller im Februar 2017. Seine klare Botschaft und Beschreibung der Ursachen der Flüchtlingskrise fand bei rund 300 Besuchern hohe Zustimmung. Minister Dr. Gerd Müller traf mit seiner Kernaussage den Punkt: „Wir müssen eine Art Marshall-Plan für Afrika auflegen. Die Menschen dort brauchen keine Almosen, sondern echte und nachhaltige Investitionen in die lokale Wirtschaft.
Auch auf die Veranstaltung mit Landrat Stefan Rößle sowie beim Ehrenabend mit Bundestagsabge-ordneten Ulrich Lange ging Kreisrat Gottfried Hänsel ein. Zentrale Erörterung  beim Besuch Landrat
Rößle war die anstehende Generalsanierung der Anton-Jaumann-Realschule, die mit einem Kosten-
volumen von 12,1 Mio. Euro nun zur Jahresmitte begonnen werden kann und mit 50% vom Freistaat
Bayern gefördert wird.
In seinen Ausführungen ging Vorsitzender Hänsel auch auf den Beitrag der CSU-Wemding für eine
gute Stadtentwicklung ein. Bei entscheidenden Finanzierungsgesprächen bei Staatssekretär Gerhard
Eck unterstützte er Bürgermeister Dr. Drexler, sei dies für den Ausbau der Staatsstraße innerhalb  der Stadt, der südwestlichen Zubringerstraße oder für den Neubau von 12 Sozialwohnungen am
Ludwigsgraben. Mit der nun konkreten Planung der südwestlichen Zubringerstraße  wird eine längst überfällige innerörtliche Verkehrsanbindung in Angriff genommen. Bei all diesen Projekten trat unser Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler ein und dafür gilt unser ausdrücklicher Dank.
Als lohnendes Engagement für Wemding und unserer Jura-Region hob Vorsitzender Hänsel hervor,
dass mit dem Gelingen des Finanzierungsverbundes von 11 Gemeinden, dem Landkreis und der Förderunterstützung des Freistaates  die bauliche Aufwertung des Heimatbahnhofes Otting-Weilheim gelang. Dies ist ein Verdienst der  kommunalen IG Bahnhof Otting-Weilheim. Mit guten Zuganbindungen erreicht der Bahnkunde die Ballungszentren Nürnberg, München und Augsburg.

Referent des Abends Bezirksrat Peter Schiele stellte die Aufgaben und den Haushalt von 770 Mio. ‚
Euro des Bezirks Schwaben vor. Die 27 Bezirksräte kümmern sich im sog. „Sozialparlament“ nach seinen Worten im Rahmen der Eingliederungshilfe um die geistig, seelisch und körperlich behinderten Menschen. Dabei arbeitet der Bezirk eng mit den Wohlfahrtsverbänden zusammen und schaffe so über ganz Schwaben und damit auch im Landkreis Donau-Ries eine Infrastruktur für diese Menschen.
So sei künftig mit Unterstützung des Bezirkes von der Lebenshilfe Donau-Ries ein wohnortnahes Angebot einer Werk- und Förderstätte für Menschen mit Behinderung auch in Wemding vorgesehen.
Ein großer Fortschritt für die Region sei das Bezirkskrankenhaus in Donauwörth für die psychisch kranken Menschen, das eine wohnortnahe Versorgung biete.
Ein dritter Schwerpunkt sei die so genannte Hilfe zur Pflege für bedürftige Menschen in Alten- und Pflegeheimen im Rahmen der überörtlichen Sozialhilfe.
Bürgermeister Dr. Drexler ging in seinem Grußwort auf die gute Entwicklung der Altstadt ein. Aktuell werde der barrierefreie Gehweg in der Mangoldstraße eingebaut, als nächster Schritt folge die Wall-
fahrtsstraße. Ebenso würden die städtischen Förderprogramme „Wohnen in der Altstadt“ und „Fassadensanierung in der Altstadt“ in diesem Jahr mit bereits 8 Anträgen besonders gut angenommen. Drexler stellte ferner das große Interesse der Bauherren an den beiden neuen Bau-
gebieten „Birket II“ und „Kreuter Berg II“ mit rund 30 Bauplätzen heraus und skizierte die neuen
Gewerbegebiete in den Bereichen Stadelmüllerweg und Kehläcker. Anschließend dankte Drexler
dem dritten Bürgermeister und Kreisrat Gottfried Hänsel für sein umfassendes Engagement in Politik, Kirche und Gesellschaft. Exemplarisch führte er die Projekte -Förderverein Realschule, Verwaltung der Kindergärten, Bahnhof Otting-Weilheim, Klosterförderverein, Sagenweg und Fahrradkonzept auf, bei denen Hänsel als Impulsgeber Akzente setzt.
Vor den Wahlgängen ergriff der stellvertretende Vorsitzende Christoph Heppner das Wort. Er bedankte sich bei Gottfried Hänsel für sein herausragendes Wirken als Ortsvorsitzender der CSU Wemding und dies schon seit 1990.
Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Dr. Drexler wurde daraufhin mit einem hervorragenden
Vertrauensbeweis Gottfried Hänsel für eine weitere Amtszeit gewählt. Zu Stellvertretern wurden
Christoph Heppner und Wolfgang Strobel erneut klar bestätigt. Als Schriftführer wirken Marcus Meyr
und Benedikt Bosch sowie als Schatzmeister Ralf Richter. Der bisherige zweite Schriftführer Thomas
Walter wurde auf Vorschlag des Vorsitzenden zum Geschäftsführer des Ortsverbandes gewählt.
Zu Beisitzern wurden gewählt Lisa Gottwald, Carola Schneid, Robert Behringer, Sylvester Hänsel, Marco Handschiegl-Röthig, Hans Frank, Alexander Im, Mario Müller und Bernhard Zischler.  Als Kassenprüfer wurden Norbert Lebschi und Stadtrat Josef Barta gewählt.
In seinem Schlusswort ging Vorsitzender Hänsel auf die bundespolitische Lage ein und meinte,
das mit den drei Landtagswahlen in Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrheinwestfalen die „Union sich im neuen Frühling befindet. Mit den CSU-Granden Theo Waigel, Alois Glück und Michael Glos
ein Freundeskreis der CSU sich als Unterstützer für Kanzlerin Dr. Angela Merkel einbringen wird, lässt die Zuversicht für die Union als stärkste politische Kraft spürbar wachsen. Mit dem inhaltsreichen
Wahlspruch „Durch Frieden und Freiheit Europa und Deutschland stärken“ können wir unserer nach-
kommenden Generation den Weg für eine gute Zukunft bereiten.

Minister Dr. Gerd Müller in Wemding

Im voll besetzten Saal des Gasthaus Wallfahrtswirt sprach Minister Dr. Gerd Müller zu den Gästen.

Eine Sammlung der Berichte und einige Bilder finden Sie nachfolgend.

Augsburger Allgemeine:

http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Fluechtlingskrise-im-Lokalen-anpacken-id40633506.html

 

Donau-Ries-Aktuell:

Entwicklungshilfe: Minister und Landrat wollen Projekte aus der Region fördern

 

https://www.donau-ries-aktuell.de/entwicklungshilfe-minister-und-landrat-wollen-kommunale-projekte-foerdern/

FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/politik/gerd-mueller-spricht-ueber-fluechtlingskrise-und-ursachen-14895915.html

 

 

CSU – Ausflug

Auch der CSU-Ausflug war wieder ein wunderbarer Tag.

Anbei finden Sie einige Bilder.

 

 

Jahreshauptversammlung 2016

Wemding Bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung des CSU Stadtverbandes Wemding im Landhotel Weißer Hahn erhielten die Mitglieder und Gäste neben den Aufschluss über regionale Wemdinger Belange auch interessante Einblicke in die große Bundespolitik.

Ortsvorsitzender Hänsel  konnte dazu neben zahlreichen Mitgliedern des Stadtverbandes als Hauptredner Landrat Stefan Rößle und den 1. Bürgermeister der Stadt Wemding Dr. Martin Drexler begrüßen. Als besonderen Gast durfte Hänsel Herrn Michael Brandl begrüßen. Der gebürtige Wemdinger ist seit längerem in Berlin als Lobbyist tätig und daher sehr vertraut mit der dortigen Bundespolitik.

In seiner Rede dankte Landrat Stefan Rößle dem CSU-Ortsvorsitzenden und Kreisrat Gottfried Hänsel für seinen herausragenden Einsatz für den Bahnhof Otting/Weilheim. „Der Bahnhof mag augenscheinlich klein sein, ist aber für die Region ein immens wichtiger Bahnhof“, stellte Rößle heraus. Dank Hänsels engagierten, ehrenamtlichen Einsatz für seine Heimat konnten bereits einige Verbesserungen ins Leben gerufen werden, machte Rößle deutlich. Des Weiteren ging der Landkreischef auf die vier Anliegen von Gottfried Hänsel hinsichtlich der Realschule Wemding, der Kreisstraße nach Otting, dem Seniorenheim Wemding und dem „Nord-Südgefälle“ im Landkreis ein.

Zum Sanierungsplan der Anton-Jaumann-Realschule Wemding konnte Rößle positive Nachrichten verkünden. „Nach intensiven Gesprächen soll im kommenden Jahr die Generalsanierung beginnen. Das ausführende Architekturbüro hat hierzu bereits Pläne erarbeitet. Offen ist nur noch, wie die Anbindung der Mensa an das Hauptgebäude gestaltet wird“ führte Rößle aus. Der Ausbau der Kreisstraße DON 18 nach Otting ist im Jahr 2018 vorgesehen, allerdings kann es hier aus finanziellen Gründen noch zu zeitlichen Verschiebungen kommen. „Das Seniorenheim Wemding hat sich mit seinem engagierten Personal und hervorragender Betreuung einen guten Ruf erworben. Die Parkplatzsituation am Seniorenheim ist noch nicht ganz befriedigend. Der Landrat greift den Vorschlag von Gottfried Hänsel auf und wird einen gemeinsamen Ortstermin in die Wege leiten.

Den Mitgliedern des CSU-Stadtverbandes gab er noch mit auf den Weg, dass der Landkreis um einen gerechten Ausgleich des Nord-Südgefälles bemüht sei. Wichtig ist Rößle dabei auch, dass die Arbeit seiner Behörde möglichst mit kurzen Wegen nahe bei den Menschen erfolgt. So wird die Dienststelle des Landratsamtes in Nördlingen demnächst personell verstärkt, so dass auch einige zusätzliche Aufgaben in Nördlingen erledigt werden können. Dem Wunsch nach einer neuen Behörde auch in Wemding konnte der Landrat an diesem Abend allerdings nicht erfüllen. Mit Blick auf die neu entstehende Geschäftsstelle des Landespflegeverbandes in Harburg und die neu eingerichtete Geschäftsstelle von Gesundheitsregion Plus in Oettingen erklärte der Landrat aber, dass er Wemding im Auge haben werde, wenn sich für den Landkreis neue Betätigungsfelder eröffnen sollten, bei denen man nicht örtlich an den Sitz des Landratsamtes gebunden ist.

In seinem Bericht nannte Ortsvorsitzender Gottfried Hänsel als besonderes Ereignis im Berichtsjahr das 70jährige Gründungsfest des CSU-Stadtverbandes Wemding verbunden mit dem Gedenken anlässlich des 100.Geburtstages vom ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Franz Josef Strauß. Mit dem Festredner Winfried Scharnagl dem ehemaligen Chefredakteur des Bayern-Kuriers konnte die CSU-Wemding einen hochkarätigen Redner mit großem geschichtlichen Wissen und Erfahrungsschatz verpflichten. Diese Ehrenveranstaltung mit 170 Gästen stellte für den Wemdinger Ortsverband ein Highlight dar.
Auch die Ausflugsfahrt in die fränkische Nachbarschaft zur Hopfenstadt Spalt sowie der Besuch der ehemaligen freien Reichsstadt Weißenburg diente einem kommunal-politischen Exkurs. Bürgermeister Udo Weingart aus Spalt sowie Dekan Konrad Bayerle stellten mit ihren Beiträgen die Geschichte sowie die Ausstrahlungskraft
und Bedeutung der Gegenwart der Städte Spalt und Weißenburg dar.
Erfreut zeigte sich Vorsitzender Gottfried Hänsel dass der CSU-Stadtverband Wemding elf neue Mitglieder akquirieren konnte und aktuell 145 Mitglieder aufweist.

Dagegen mache ihm die politische Entwicklung in Europa und in Deutschland Sorge. Seit mehreren Jahren beklagen Millionen an Sparer die miserable Verzinsung für ihre Sparguthaben. Mit dem Werbeslogan „Sorge für das Alter“ wurden die Sparer angehalten doch ein „zweites Rentenbaustein“ anzusparen. Durch die Nullzins- Politik von Mario Draghi erweisen sich die damals angepriesenen Renditen als gigantische „Luftnummern“.
Mit den ausbleibenden Zinserträgen schmilzt ihr zu erwartendes Kapitalvermögen weg wie die abbrechenden Sanddünen auf Sylt. Wenn nicht alsbald eine sofortige Wende in der Zinspolitik eintritt und die Sparguthaben eine angemessene Verzinsung erhalten, werden dumpfe Sprücheklopfer und konzeptionslose Möchtegern Politiker der AfD weiteren Zulauf erfahren. Hier müssen die verant-
wortlichen Politiker der Volksparteien verloren gegangenes Vertrauen rasch zurückgewinnen.
Nur mit einer erklärenden überzeugenden Politik kann der 70jährige Frieden in Europa und für uns Deutsche eine nachhaltige Fortschreibung erfahren.

Bürgermeister Dr. Martin Drexler hob in seinem Grußwort die steigenden Einwohner-
und Arbeitsplatzzahlen in Wemding hervor. Die Stadt unterstütze die Infrastruktur aktuell mit zahlreichen Einzelmaßnahmen, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Der Bürgermeister ging dabei vor allem auf den Breitbandausbau, die geplanten barrierefreien Gehwege in der Altstadt, die ärztliche Versorgung und den Tourismus ein. Er schloss seinen Redebeitrag mit den Worten: „Unser liebenswertes Wemding blüht.

Fraktionssprecher Anton Eireiner berichtete über die Aktivitäten der Stadtratsfraktion im Stadtrat. Er stellte fest, dass das Stadtratsgremium in 2015 und aktuell viele zukunftsweisende Beschlüsse fasste. Hierbei seien beispielsweise der Bau des Horts, die Barrierefreiheit der Stadt oder die beiden neuen Baugebiete Amerbach/ Kreuther Berg II sowie in Wemding Birket III zu erwähnen. Für eine gute weitere positive Entwicklung unserer Altstadt werde sich die Stadtratsfraktion, so Anton Eireiner, nachhaltig einbringen.

Im Anschluss referierte auch der Ehrengast Michael Brandl unverblümt in seinem Impulsreferat über die „große Politik“ in Berlin und die heutzutage immense Rolle der Medien. „Um heute noch etwas bewirken zu können, sei extrem geschickter Aufbau eines Netzwerks erforderlich.“ so Brandl.  Er erinnerte sich seiner Bonner Zeiten in denen mit den Verantwortungsträgern in lockerer Runde gesprochen wurde, während heute alles nur noch schnell und sachlich von statten geht. Abschließend, seiner in vielen noch in Ordnung gebliebenen Heimat bewusst, merkte Brandl an und riet den Versammelten nicht alles zu glauben, was in den Medien stehe.

Als weitere Punkte der Tagesordnung berichtete Benedikt Bosch über die Aktivitäten der Jungen Union Wemding und hob besonders den am 08. Mai stattfindenden Vortrag „Speicher und Netzbedarf“ hervor, an dem Prof. M. Popp aus Nürnberg referieren wird.

Da die bisherige Geschäftsführerin Corina Schmidt wegen der Pflege der Mutter um eine Auszeit als Geschäftsführerin des Ortsverbandes bat, kam es auch zu einer personellen Veränderung im Geschäftsführeramt. So wurde Thomas Walter auf Vorschlag des Vorsitzenden per Wahl als Geschäftsführer gewählt. Dieser ergriff abschließend in seiner Funktion als Elternbeiratsvorsitzender der Realschule Wemding nochmal das Wort und bedankte sich stellvertretend für die gesamte Elternschaft  bei den Kreisräten für den herausragenden Einsatz für die anstehende Sanierung der Realschule.

70 jähriges Jubiläum der CSU-Wemding mit Wilfried Scharnagl

Feindbild für die einen, Idol für die anderen: Kaum ein Politiker polarisierte das Nachkriegsdeutschland so sehr wie Franz Josef Strauß. Für Wilfried Scharnagl, früherer Chefredakteur des Bayernkurier und enger Weggefährte, war der CSU-Übervater vor allem eines – ein Mann, der mit kräftiger Handschrift die Geschichte der Bundesrepublik mitgeschrieben und die Entwicklung des modernen Bayern entscheidend beeinflusst hat.

Scharnagl war Festredner bei der Feier zum 70-jährigen Gründungsjubiläum der CSU Wemding in der Wallfahrtsgaststätte, zu der Ortsvorsitzender Gottfried Hänsel neben den amtierenden und früheren Mandatsträgern im Landkreis zahlreiche Mitglieder und Fr

eunde der Christsozialen eingeladen hatte.

Der Geburtstag der örtlichen CSU geriet dabei fast etwas in den Hintergrund ob des gut einstündigen Vortrags von Scharnagl über seine Erlebnisse mit dem langjährigen CSU-Vorsitzenden. Auch die persönliche Nähe zu Strauß brachte er zwischendurch immer wieder zum Ausdruck, indem er fast wehmütig über zahlreiche gemeinsame Reisen, Ausflüge, Begegnungen mit früheren Staatsmännern, aber auch persönlichen Schicksalsschlägen, wie dem Tod von Marianne Strauß, erzählte. Um das enge Miteinander zwischen ihm und Strauß zu beschreiben, zitierte der Journalist Scharnagl eine Aussage des Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten über ihn: „Er schreibt, was ich denke, und ich denke, was er schreibt.“

Wilfried Scharnagl nimmt für sich in Anspruch, Strauß so gekannt zu haben, wie er wirklich war. „Er war anders als das über ihn in der Öffentlichkeit gezeichnete Bild.“ Seine politischen und menschlichen Fähigkeiten würden, vor allem vom politischen Gegner, nicht hinreichend wahrgenommen, befand der Ex-Chefredakteur. Zwar sei FJS oft gegen den Strom geschwommen. Dabei habe er jedoch stets politische Weitsicht gezeigt und die CSU wie kein anderer geprägt und zur erfolgreichsten Partei Europas gemacht.

Einen wesentlichen politischen Meilenstein habe Strauß gesetzt, als auf sein Drängen hin die Klage gegen die Anerkennung einer Zweistaatlichkeit Deutschlands beim Bundesverfassungsgericht eingereicht und positiv beschieden worden sei. Dadurch sei die deutsche Wiedervereinigung offen gehalten worden.

Eine Maxime von Strauß und gleichzeitig ein Erfolgsrezept der CSU sei gewesen, dem Volk aufs Maul zu schauen, ohne ihm nach dem Mund zu reden, erklärte Scharnagl weiter. Freilich – oft habe es auch innerhalb der CSU heftigen Streit gegeben. „Gegenwind richtete Strauß auf.“ Bis heute sei die CSU keine Harmonieveranstaltung. Wenn nötig, müssten auch mal die Fetzen fliegen. „Auch im lokalen Bereich fehlt es der CSU nicht an Streitkompetenz“, meinte das Partei-Urgestein mit Blick auf die heftigen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Nachfolge von Georg Schmid im Stimmkreis. Dem früheren Fraktionsvorsitzenden im Landtag, der in Wemding dabei war, zollte Scharnagl Respekt für dessen „großartiges Engagement“ für den Landkreis Donau-Ries.

Durch die zahlreichen gemeinsame Erlebnisse mit Strauß zeichnete Scharnagl in Wemding ein Bild des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten nach, das dem Titel seiner Festrede entsprach: Franz Josef Strauß – der Mensch und der Staatsmann.

Zuvor hatte Ortsvorsitzender Hänsel die Geschichte der CSU in Wemding aufgezeigt und einen Bogen von den Männern der ersten Stunde, wie die beiden Bürgermeister nach dem Krieg, Otto Bruckmeir und Engelbert Bayr, über Willy Fackler bis hin zu den aktuell politisch Handelnden gespannt. Die Christsozialen hätten die Stadtpolitik Wemdings in den zurückliegenden 70 Jahren entscheidend mitgeprägt, sagte Hänsel. „Dabei stand der einzelne Mensch stets im Mittelpunkt.“

Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen einer ganzen Reihe von Mitgliedern, die sich in ihrem politischen Wirken für die CSU und das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Grußworte gab es vom Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Wolfgang Kilian und Bürgermeister Martin Drexler.

 


Mensch und Staatsmann – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Mensch-und-Staatsmann-id35861437.html

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Mensch-und-Staatsmann-id35861437.html